Abschied als Head Coach bei den Hamburg Towers – Ein persönlicher Rückblick

Coach Pat beendet seine Tätigkeit als Head Coach der Hamburg Towers (e.V.) M16-3. Ein ehrlicher Rückblick auf Entwicklung, Verantwortung und die Entscheidung hinter dem Abschied.

Coach Pat

4/30/20262 min lesen

Abschied als Head Coach bei den Hamburg Towers – Ein persönlicher Rückblick

Ein Kapitel endet

Das Ende als Head Coach bei den Hamburg Towers e.V.

30. April 2026

Heute habe ich eine Entscheidung getroffen, die sich über die letzten Monate hinweg immer klarer abgezeichnet hat:

Ich werde meine Tätigkeit als Head Coach der Hamburg Towers M16-3 beenden und in der kommenden Saison nicht weitermachen.

Nach zwei intensiven Jahren – zunächst mit der M14-3, zuletzt mit der M16-3 – schließt sich für mich damit ein Kapitel, das mich persönlich und fachlich geprägt hat.

Was diese Zeit wirklich war

Wenn ich auf diese Zeit zurückblicke, sehe ich weit mehr als Trainingseinheiten und Spiele.

Ich sehe Entwicklung.
Ich sehe Gespräche.
Ich sehe Wachstum – bei den Spielern, aber auch bei mir selbst.

Meine Rolle war nie nur die eines Trainers auf dem Feld.
Es ging darum, junge Menschen zu begleiten:

  • als Spieler

  • als Teamkollegen

  • als Persönlichkeiten

Und genau darin lag für mich der eigentliche Wert dieser Zeit.

Die ehrliche Begründung

Diese Entscheidung hat vor allem einen Grund: Zeit.

Der zeitliche Aufwand war über die gesamte Zeit hinweg sehr hoch:

  • ca. 1 Stunde Anfahrt + 1 Stunde Rückfahrt pro Training

  • 2 Stunden Trainingseinheit

  • bei Spielen oft bis zu 5 Stunden Gesamtaufwand (inkl. Anreise, Vorbereitung, Spiel, Rückfahrt)

Das summiert sich auf einen erheblichen Teil meiner Woche.

Gleichzeitig hat sich meine berufliche Situation stark verändert.
Meine Selbstständigkeit wächst – und mit ihr die Verantwortung.

Ich führe aktuell mehrere Projekte und Unternehmen, die:

  • mehr Aufmerksamkeit

  • mehr Struktur

  • und mehr Zeit

benötigen, um sich weiterzuentwickeln.

Hinzu kommt meine Familie.
Ich habe drei Kinder – und vor allem meine kleine Tochter, die bei mir lebt, braucht meine Präsenz.

Am Ende stand für mich eine klare Erkenntnis:

Ich kann dieser Rolle nicht mehr in der Qualität gerecht werden, die ich selbst von mir erwarte.

Und genau deshalb ist dieser Schritt für mich konsequent.

Dankbarkeit – ohne Kompromisse

Ich gehe nicht mit Frust.
Ich gehe mit Dankbarkeit und Demut.

Für:

  • die gemeinsame Zeit mit den Spielern

  • das Vertrauen des Vereins

  • die vielen Gespräche mit Eltern

  • und die persönlichen Nachrichten, die mich wirklich berührt haben

Diese Erfahrungen bleiben. Und sie haben Wert.

Was bleibt

Auch wenn ich nicht mehr als Head Coach an der Seitenlinie stehe, bin ich nicht weg.

Ich bleibe:

  • Ansprechpartner für Spieler

  • Ansprechpartner für Eltern

  • erreichbar über WhatsApp oder Telefon

Und vor allem bleibe ich im Basketball aktiv –
als Individualtrainer und Mental Coach.

Dort kann ich aktuell den größten Impact leisten.

Der Blick nach vorn

Ich schließe diese Tür nicht komplett.

Wenn sich die Rahmenbedingungen verändern, kann ich mir vorstellen,
perspektivisch wieder zurückzukehren
möglicherweise zur Saison 2027/2028.

Aber das ist kein Versprechen.
Es ist eine Option.

Zum Abschluss

Diese Entscheidung war keine spontane.

Sie ist das Ergebnis von Verantwortung –
gegenüber mir selbst, meiner Familie und meiner Arbeit.

Und gleichzeitig bleibt eines klar:

Die Zeit bei den Hamburg Towers war wertvoll.
Und sie wird immer ein Teil meines Weges bleiben.

Ich werde den Verein weiter verfolgen –
nicht mehr als Coach, aber als Unterstützer.

Patrick K. Gruél
Head Coach (ehemalig) – Hamburg Towers M16-3
Mental Coach & Performance Specialist